Christliche Archäologie im Aufwind

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altDie Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Christliche Archäologie in Bonn im Mai 2018 erbrachte ein durchaus spürbar positiveres Bild über die Zukunft der Christlichen Archäologie in Deutschland, als man es lange gewohnt war. In letzter Zeit gab es vier Neubesetzungen von Lehrstühlen in Freiburg (Fabian Stroth), Marburg (Beate Böhlendorf-Arslan), Erlangen (Ute Verstegen) und Wien (Basema Hamarneh). Der Dekan der Bonner Philosophischen Fakultät Andreas Bartels verkündete dem freudig überraschten Publikum, dass der Lehrstuhl für Christliche Archäologie in Bonn (Sabine Schrenk) auch nach Ablauf der zehnjährigen Stiftungsprofessur erhalten bleibe.

Er betonte zudem, dass die Zeit, in der man die "kleinen Fächer" an den Universitäten in Frage stellte, vorbei sei. Im Gegenteil, es sei auch von der Bildungspolitik erkannt worden, dass eine Universität ohne die kleinen Fächer eben keine "Universitas" mehr sei und an Attraktivität und Breitenwirkung verliere. Diese Einschätzung steht nicht alleine, sondern reiht sich ein in andere Stellungenahmen von hochschulpolitischer Seite. Ein Wehrmutstropfen auf der Tagung war freilich, dass die Christliche Archäologie in Halle voraussichtlich 2021 enden wird. Besonders günstige Bedingungen findet die Christliche Archäologie derzeit in Wien (Uni, Akademie der Wissenschaften).