Römische Notizen

Rotes Kolosseum: das Blut der christlichen Märtyrer

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altDie Worte "Blut" und "Märtyrer" assoziieren inzwischen in böser Weise islamische Attentäter, die sich selber als Märtyrer feiern. Das lässt immer mehr vergessen, dass "Märtyrer" ursprünglich ein christlicher Begriff ist und alles andere als Gewalttäter meint. Vielmehr sind die christlichen Märtyrer gewaltfrei: Sie sind Opfer von Verfolgung, nicht Täter von Gewalt. Noch mehr verdrängt wird heute die Tatsache, dass es massiv zunehmend in der ganzen Welt Christenhass und antichristliche Übergriffe gibt, in Europa genauso wie im Rest der Welt. Nie gab es so viele christliche Märtyrer wie heute. Das Kolosseum ist seit jeher römischer Gedenkort der christlichen Märtyrer und des Gebets für die Christenverfolger. Die "Kirche in Not" lässt daher am 24. Februar um 18 Uhr das Kolosseum rot anstrahlen.

In diesem Zusammenhnag drei Hinweise:

1. Das jüngste Vatican-Magazin enthält einen beeindruckenden Beitrag über die 21 koptischen Märtyrer, die im Februar 2015 in Libyen von Moslems enthauptet wurden. Martin Mosebach hat jüngst hierüber ein Buch unter dem Titel "Die 21" publiziert.

2. Das RIGG wird im Frühjar 2019 eine Tagung über das Martyrium im frühen Christentum und im Islam veranstalten.

3. Die Anfänge der christlichen Märtyrerverehrung vom 2. bis 4. Jahrh. werden beschrieben in dem Büchlein Blutzeuge. Tod und Grab des Petrus in Rom.