Tagung zum Papsthistoriker Ludwig von Pastor - Presseecho

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Der erste Tag der Tagung zu Ludwig von Pastor am Campo Santo Santo Teutonico, an der auch die Kardinäle Brandmüller, Müller und Farina, die Bischöfe Pagano (Rom) und Bündgens (Aachen) und die Botschafter Wasum-Rainer (dt. Botsch. beim Quirinal) und Kloss (öst. Botsch. beim Hl. Stuhl) teilnahmen, ist abgeschlossen und hat erste Ergebnisse gezeitigt. Die durchaus nicht einfache Persönlichkeit Pastors, seine schwierige akademische Karriere und sein großes Durchsetzungsvermögen wurden deutlich.

Trotz seiner enormen Vernetzung steht er doch auch einsam da. Seine Lebensleistung, die 22-bändige Papstgeschichte, ist genauso unverzichtbar wie umstritten. Alle Referenten kamen immer wieder auf die enge, aber nicht konfliktfreie Beziehung Pastors zur Görres-Gesellschaft zu sprechen. Das Österreichische Historische Institut verdankt ihm praktisch seine Existenz, die durch den Ersten Weltkrieg gefährdet war. Bemerkenswert ist Pastors Interesse für die Kunstgeschichte, besonders den damals noch allgemein verachteten Barock, dann aber auch sein vergeblicher Einsatz zur Erhaltung der Gebäude der Stadt Rom im Baurausch seit 1870, als 2/3 der historischen Bausubstanz zerstört wurden. Zahlreiche Neuerkenntnisse ließen sich gewinnen, wenn Pastors Tagebücher ungefiltert ediert würden, die in der Vatikanbibliothek schlummern.

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